Branchen News

„Auszug der bevorstehenden AÜG-Änderungen“

  1. Höchstüberlassungsdauer

► ab Inkrafttreten des Gesetzes (01.04.2017)

►beträgt die Höchstüberlassungsdauer an den gleichen Entleiher 18 Monate

►Einsatzzeiten anderer Verleiher werden angerechnet

►tarifliche Abweichungen sind möglich

►bei Unterbrechungszeiträumen von mehr als 3 Monaten beginnt die Berechnung von neuem

  1. Equal pay ( Gleichstellungsprinzip)

► ab Inkrafttreten des Gesetzes (01.04.2017)

►ist nach 9 Monaten ununterbrochenem Einsatz „Equal Pay“ zu zahlen

► dabei muss der Leiharbeitnehmer grundsätzlich in alle Vergütungsbestandteile gestellt werden, wie ein Stammmitarbeiter.

►jedoch ist der Begriff „Equal Pay“ noch nicht gesetzlich definiert.

► tarifliche Abweichungen sind möglich

►die vertraglich vereinbarte Vergütung wird in jedem Fall weiter gewährt.

►Einsatzzeiten anderer Verleiher werden angerechnet

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„Stabile Arbeitsverhältnisse in Zeitarbeit“

Di, 22.06.2016 (IG-Zeitarbeit.de)

Im April 2016 gab es 811.400 Zeitarbeitskräfte, berichtet die Bundesagentur für Arbeit jetzt in ihrem Monatsbericht Juni. Das sind 27.100 mehr als im Vorjahr (+ 3,5 Prozent) und 4.600 mehr als im Vormonat (+ 0,6 Prozent).

Auch der Anteil der Zeitarbeitskräfte, die ihre Beschäftigung verloren, ging im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent zurück (24.376 Meldungen). In Ostdeutschland war der Rückgang noch stärker (-8,9 Prozent) als in Westdeutschland (-5 Prozent).
Positive Entwicklung

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Die Arbeitslosigkeit ist erneut gesunken und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat kräftig zugenommen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist unvermindert hoch“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, die Statistik.

Arbeitslosigkeit gesunken

Auch die Zahl der Arbeitslosen ist von Mai auf Juni um 50.000 auf 2.614.000 gesunken. Im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im Juni um 57.000 zurückgegangen. Saisonbereinigt hat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 6.000 abgenommen. Gegenüber dem Vorjahr waren 97.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Mehr Integrationskurse

Die Unterbeschäftigung, die auch Arbeitnehmer in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist gesamtwirtschaftlich saisonbereinigt um 23.000 gestiegen. Grund ist die stärkere Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik. Zugenommen haben insbesondere Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung sowie durch Dritte geförderte Maßnahmen; hierunter fallen vor allem die Integrationskurse beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Juni 2016 auf 3.533.000. Das waren 26.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Mai 1,78 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 4,2 Prozent.

Erwerbstätigkeit

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Mai saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 45.000 gestiegen. Mit 43,56 Millionen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 559.000 höher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA von März auf April um 33.000 zugenommen. Mit 31,33 Millionen lag die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr um 681.000 im Plus.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist nach wie vor sehr hoch. Im Juni waren 665.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 93.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt lag die Nachfrage gegenüber dem Vormonat mit 4.000 im Plus. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – blieb im Juni 2016 unverändert bei 216 Punkten. Nach dem kräftigen Anstieg im Vormonat behält der BA-X in diesem Monat sein sehr hohes Niveau bei und signalisiert weiterhin eine starke Kräftenachfrage. Der Vorjahresabstand fällt mit einem Plus von 25 Punkten sehr deutlich aus.

„Langer Weg an den Arbeitsmarkt“

Di, 09.02.2016 (IG-Zeitarbeit.de)

„350.000 Flüchtlinge jährlich sind für den deutschen Arbeitsmarkt rein quantitativ derzeit kein Problem, denn jährlich entstehen rund 700.000 Arbeitsplätze neu“, beruhigte Detlef Scheele, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, gegenüber der „Welt“. Auch stünden die Flüchtlinge nicht in Konkurrenz zu Langzeitarbeitslosen. Dafür sei die Gruppe der Migranten zu klein.

„Der Weg an den Arbeitsmarkt ist lang. Es wird nicht jeder Arbeit finden, aber viele“, prophezeite Detlef Scheele, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit. Foto: BA

Allerdings geht Scheele nicht davon aus, dass sich das Problem des Fachkräftemangels durch die Beschäftigung von Asylbewerbern lösen lasse. „Der Weg an den Arbeitsmarkt ist lang. Es wird nicht jeder Arbeit finden, aber viele“, prophezeite Scheele.

Zeitarbeitsregelung für Flüchtlinge lockern

Damit der Weg in Arbeit möglichst problemlos verlaufen kann, forderte Gerhard Braun, Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), den Abbau von Hürden bei der Beschäftigung von Flüchtlingen in Zeitarbeit. Zwar sei die Regelung bereits gelockert worden, das gehe aber noch nicht weit genug. „Das Beschäftigungsverbot für Flüchtlinge in der Zeitarbeit von 15 Monaten muss fallen, weil Zeitarbeit ein wichtiger Einstieg in den Arbeitsmarkt ist“, betonte der Vize-Arbeitgeberpräsident. (ML)